… bei Windows 7 Diensten

Vorweg ein wichtiger Hinweis:
Gehen Sie bei Änderungen an den Einstellungen unbedingt sehr vorsichtig vor! Fehler können u.U. dazu führen, dass Hard-/Software nicht mehr funktioniert, Sie sich nicht mehr anmelden können oder Windows überhaupt nicht startet.

So ändert man den Starttyp

Drücken Sie 

Win

, geben Sie 

SERVICES.MSC

 in die Suchbox ein, dann 

Enter

 .

Damit wird das Fenster "Dienste" geöffnet, in dem alle Dienste gelistet sind, die auf dem Computer installiert sind.

Die Spalte "Status" zeigt gestartete Dienste an, die Spalte "Starttyp" den eingestellten Starttyp.

Die Liste enthält meist auch Einträge, die nicht durch Windows, sondern durch die Installation von weiterer Software (z.B.
Office-Programme, Grafik-Suites oder Virenscanner) hinzugefügt wurden. Auf solche "Zusatz-Dienste" gehen wir nicht ein, aber das Vorgehen selbst ist gleich.

Mit einem Doppelklick auf einen Dienst öffnet sich das Fenster "Eigen­schaften von …". Dort kann man den gewünschten Starttyp einstellen.
 

 

Das Vorgehen im Detail

Bevor Sie den Starttyp von Diensten ändern

  • Planen Sie genug Zeit ein und erwarten Sie nicht zu viel

    Jeder laufende Dienst braucht Arbeitsspeicher und Rechenleistung. Das Beenden von Diensten entlastet jeden Rechner etwas, aber die Gesamt-Performance wird sich nur leicht verbessern. Auf älteren Systemen und Notebooks sind die Unterschiede durchaus spürbar.  
  • Legen Sie einen Wiederherstellungspunkt manuell an

    Vor größeren Änderungen am Starttyp von Diensten sollte man einen Wiederherstellungspunkt anlegen, damit man den Rechner ggf. auf den Zustand vor dem Eingriff zurücksetzen kann.
  • Erstellen Sie eine Liste aller Dienste auf Ihrem System

    Keine Sorge: Das eigentliche Erstellen der Liste erledigt Windows. Mit der Liste verschaffen Sie sich einen Überblick über installierte Dienste, deren Starttyp und Status. Je nach installierter Hard-/ Software wird diese Liste ~150 (oder mehr) Einträge umfassen.

Während Sie den Starttyp von Diensten ändern

  • Ändern Sie nichts an systemrelevanten Diensten

    Folgende Dienste sind für einen reibungslosen Betrieb unverzichtbar:
    Arbeitsstationsdienst Netzwerkbasisdienst, der grundlegende Funktionen zur Kommunikation zwischen Rechnern und Programmen verfügbar macht
    COM+-Ereignissystem
    COM+-Systemanwendung
    stellen COM-Komponenten und automatische Verteilung von Ereignissen zur Verfügung
    Druckwarteschlange lädt Dateien zum späteren Drucken in den Arbeitsspeicher
    Geschützter Speicher bietet geschützten Speicher für vertrauliche Daten (Passwörter, private Schlüssel usw.) und unterbindet den Zugriff durch nicht autorisierte Dienste, Prozesse oder Benutzer
    Kryptografiedienste relevant für die Installation von Windows Updates, Service Packs sowie DirectX
    Plug & Play nötig für die automatische Erkennung von Hardwareänderungen
    Sicherheitskonto-Manager verantwortlich für die gesamte Sicherheit in Windows
  • Starttyp "manuell" vs. "deaktiviert"

    Ist man sich nicht sicher, ob ein automatisch gestarteter Dienst wirklich benötigt wird, sollte man ihn zunächst nur auf "manuell" setzen, dann stoppen und anschließend weiter arbeiten. Wird der Dienst nicht wieder gestartet und arbeitet der Rechner fehlerfrei, kann man den Dienst auch später noch deaktivieren.  
  • Beachten Sie die Abhängigkeiten der Dienste

    Beim Stoppen eines Dienstes sollte man unbedingt auf dessen Abhängigkeiten achten. Sonst erhält man für jeden abhängigen Dienst eine Abfrage, ob dieser auch gestoppt werden soll.

    Prüfen Sie immer auch die Abhängigkeiten der abhängigen Dienste bevor Sie diese stoppen.

     
  • Berücksichtigen Sie die Empfehlungen

    Alle Empfehlungen wurden auf den verschiedensten Systemen getestet. Daher sollten die Vorschläge auf den meisten Rechnern gut funktionieren und keine wichtigen Funktionen einschränken.

    Je nach installierter Hard- bzw. Software werden die nötigen Einstellungen deutlich von unseren Empfehlungen abweichen!

     
  • Dokumentieren Sie jede Änderung in Ihrer Liste

    Nutzen Sie jetzt die zuvor erstellte Liste, um die Änderungen zu dokumentieren. Sollte der Rechner danach nicht mehr fehlerfrei arbeiten, ist das für die Fehlersuche sehr hilfreich. So schaffen Sie sich auch eine gute Basis für spätere Windows 7 Installationen.

    Legen Sie die Liste nicht auf dem Rechner ab, auf dem Sie die Änderungen durchgeführt haben – besser auf einem anderen Rechner oder einem USB-Stick.

     

Nach dem Ändern des Starttyps von Diensten

  • Starten Sie den Rechner neu

    In den meisten Fällen ist ein einfacher Neustart ausreichend. Fehlt jetzt die eine oder andere Änderung, prüfen Sie die Einstellungen. Danach schalten Sie den Rechner ganz aus, starten ihn neu und prüfen erneut.  
  • Kontrollieren Sie den Starttyp anhand Ihrer Liste

    Nach dem Neustart sollten nur noch die Dienste mit "Gestartet" aufgeführt sein, denen Sie das explizit eingeräumt haben.  
  • Testen Sie die Funktionalität Ihres Systems

    Achten Sie beim Testen unbedingt auch auf etwas seltener genutzte Funktionen wie z.B. die Datensicherung oder die Anmeldung unter einem anderen Benutzer.